Richtige Haarwäsche

So komisch es klingt, aber selbst bei der Haarwäsche kann man etwas falsch machen. Das bedeutet nicht, dass dein Haar durch die falsche Haarwäsche stark geschädigt wird, jedoch gibt es ein paar Tricks, mit denen deine Haare durch die Haarwäsche mehr stahlen und besonders gesund aussehen.

Reverse Washing

Es gibt einen neuen Trend „Reverse Washing“, der deine Haare stahlen lässt und ihnen einen gesunden Glanz verleiht. Reverse Washing heißt übersetzt umgekehrtes Waschen. Und genau so unkompliziert wie es klingt, ist es auch. Wie Reverse Washing funktioniert, welche Vorteile es dir bringen kann und welche Haartypen nicht darauf verzichten sollten, erläutern wir dir hier.

Wie funktioniert Reverse Washing?

Vielleicht geht es dir genauso, wie vielen anderen. Deine Haare sind kurz nach der Haarwäsche ohne viel Volumen, sie sind kraftlos und sehen überhaupt nicht mehr frisch aus. Vor allem aber sind sie auch besonders schnell wieder fettig. Meistens trifft das auf feines und dünnes Haar zu. Reverse Washing kann dir bei diesem Problem weiterhelfen. Wie bereits erwähnt bedeutet es umgekehrt zu Waschen. Das heißt, zuerst den Conditioner benutzen und erst dann zum Shampoo greifen.

Reverse Washing sorgt dafür, dass feines Haar schön fällt und ein wenig Volumen bekommt, damit es nicht einfach schlapp herunterhängt.
Der Conditioner trägt oft dazu bei, dass deine Haare beschwert werden. Wenn du deine Haare jedoch rückwärts wäschst und zuerst den Conditioner und dann erst das Shampoo benutzt, so wäschst du mit dem Shampoo einen Teil des Conditioners wieder aus deinen Haaren raus. Falls du jetzt denkst, dass du den Conditioner dann gar nicht erst benutzen solltest, irrst du dich. Conditioner wird erst einmal in dein Haar einmassiert und anschließend lässt du dem Conditioner etwas Zeit, um einzuwirken. Diese Zeit wird durch Reverse Washing auch nicht genommen. In dieser Zeit wirkt der Conditioner. Er sorgt für bessere Kämmbarkeit und pflegt deine Haare, indem er geschädigtes Haar repariert und Risse auffüllt. Wenn du anschließend mit dem Shampoo einen Teil wieder herauswäschst, so wäschst du nur den übrigen Conditioner aus und deine Haare fühlen sich gleich leichter an.

Dasselbe gilt auch für Haarmasken oder ähnliche Pflegeprodukte. Einfach diese zuerst anwenden und mit dem Shampoo die Überreste herauswaschen. Damit verhinderst du, dass dein Haar zu viel Pflege bekommt und dadurch erschwert wird. Deine Haare fallen somit viel geschmeidiger und sehen zu dem luftiger und strahlender aus.

Bei welchen Haartypen Reverse Washing besonders gut hilft:

Doch nicht nur feines Haar profitiert von dieser Art die Haare zu waschen. Im Prinzip kann man Reverse Washing für alle Haartypen anwenden. Doch für Personen mit feinem Haar wirkt es Wunder.
Für lockiges Haar ist Reverse Washing auch eine super Möglichkeit, um die Locken nicht zu beschweren. Deine Haare fallen dann besser und kringeln sich schöner, so dass der gesamte Look dich einfach mehr stahlen lässt.

Weitere Tipps und Tricks

Wenn du jedoch denkst, Reverse Washing ist nichts für dich, dann kommen hier noch ein paar weitere Tipps, die du bei deiner Haarwäsche unbedingt beachten solltest.

#1 Zuerst durchbürsten

Die richtige Haarwäsche beginnt schon vor der Haarwäsche. Bevor du deine Haare wäschst, solltest du sie sie erst einmal durchbürsten. Dadurch entwirrst du sie und deine Haare sind während der Haarwäsche nicht verknotet.

#2 Richtige Wassertemperatur

Allgemein gilt bei der Haarwäsche immer nur lauwarmes Wasser zu nutzen. Zu heißes Wasser kann deinen Haaren schaden und sie trocknen schneller aus.

#3 Richtige Nutzung von Pflegeprodukten

Beim Benutzen von Conditioner, Haarmasken, Haarölen und ähnlichen Produkten ist es wichtig, die Pflegeprodukte hauptsächlich in die Haarspitzen einzuarbeiten. Damit verhinderst du, dass deine Kopfhaut schneller nachfettet und musst deine Haare seltener waschen.

#4 Richtig Portionieren

Bei der Portionierung des Shampoos, gilt die alte Regel: eine haselnussgroße Portion reicht aus. Nimmst du zu viel Shampoo, bleiben evtl. überschüssige Shampoo-Reste in deinen Haaren. Zudem sparst du dir mehr Shampoo ein.

#5 Passendes Shampoo

Wichtig ist es auch, dass dein Shampoo auf deine Haare abgestimmt ist. Es gibt genug verschiedene Arten von Shampoos, um das passende für jeden Haartypen zu finden. Ist dein Shampoo auf dein Haartyp abgestimmt, so verleiht es deinen Haaren durch die passenden und benötigten Pflege-Inhaltsstoffe schon einmal Kraft.

#6 Richtiges Shampoonieren

Massiere das Shampoo besonders in den Ansatz, die Stirnlinie und an den Schläfen ein. Hier setzten sich oft Make-Up- und Creme-Reste ab.

#7 Zweite Haarwäsche

Vielleicht hast du es schon mal beobachtet, dass dein Friseur meist eine zweite Haarwäsche durchführt. Mach es wie der Profi. Durch ein zweites Mal waschen reinigst du dein Haar von allen möglichen Styling-Rückständen und deine Haare sind wirklich komplett frisch.

#8 Gründlich ausspülen

Bist du mit der Haarwäsche durch, solltest du deine Haare gründlich mit Wasser ausspülen, bis das komplette Shampoo aus deinen Haaren rausgewaschen ist. Das deine Haare komplett ausgewaschen sind, merkst du oft daran, dass deine Haare zwischen den Fingern leicht quietschen.

#9 Wasserhärte

Achte darauf, dass das Wasser die richtige Härte hat, denn auch das hat einen Einfluss auf deine Haarwäsche. Weiches Wasser ist bewirkt, dass deine Haare elastischer, aber auch fusseliger werden. Bei hartem Wasser können Kalzium und Magnesium ins Haar eindringen und deine Haare werden dadurch fester und griffiger. In beiden Fällen ist dann die richtige Pflege angesagt, um zu einem gepflegten Ergebnis zu gelangen. Bei weichem Wasser solltest du eine strukturgebende Stylingcreme benutzen und bei hartem Wasser eine Leave-in-Pflege oder eine pflegende Kur verwenden.
Herauszufinden, welche Wasserhärte dein Wasser hat ist einfach. Schäumt das Shampoo sehr stark, ist das Wasser eher weich. Schäumt es wenig oder gar nicht, so ist das Wasser ziemlich hart.

#10 Häufigkeit der Haarwäsche

Je öfter du deine Haare wäschst, desto schneller trocknet deine Kopfhaut aus. Ob deine Haare fettig werden oder nicht, hat auch mit deinem Hauttyp zu tun. Dein Hauttyp entscheidet also auch, wie oft du deine Haare waschen solltest. Wenn deine Haut öliger ist, fetten deine Haare auch schneller und müssen daher öfters gewaschen werden als die Haare eines trockenen Hauttyps. Sogar häufiges Benutzen von Gel oder auch Wachs, kann deine Haare strähnig und fettig machen, weshalb du auch öfters deine Haare waschen musst.
Doch es gilt: wasche deine Haare nicht öfter als nötig. Es tut nicht nur deiner Kopfhaut gut, sondern auch deinen Haaren. Feines Haar sollte ca. dreimal pro Woche gewaschen werden. Bei lockigen Haaren oder auch dicken Haaren reicht sogar nur zweimal in der Woche.

Wenn du unsere Tipps beachtest, hast du weniger Probleme mit deinen Haaren. Deine Haare bekommen natürlichen Glanz und werden nur wenig strapaziert. Somit sind deine Haare gepflegt und sehen gesund aus.

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